Trimmen


Oft klären die Züchter ihre Käufer nicht über die Pflege Ihres Westies auf.
Wird das Haar dann lang, wird oft einfach zur Schermaschine gegriffen.
Der Westie hat ein doppeltes Haarkleid,
welches aus weicher und dichter Unterwolle und hartem Deckhaar besteht.
Die Unterwolle wärmt, das Deckhaar schützt.
Hunde mit doppeltem Haarkleid haben keinen Fellwechsel.
Das Haar löst sich daher nicht von alleine,
sondern muss getrimmt werden.
Beim Trimmen werden die alten, abgestorbenen Haare entfernt und neue können nachwachsen.
Dies ist nicht nur wichtig für die Erneuerung des Fells,
sondern auch für die Durchblutung der Haut.
Es bekommt immer mehr die rassetypische Textur.
Wenn dies nicht regelmäßig (alle 8-12 Wochen) geschieht verdichtet sich die Unterwolle.
Die abgestorbenen Haare bilden eine gute Grundlage für Hautkrankheiten.
Neben anfänglichem Jucken und Kratzen,
können sich schnell extreme Hautprobleme entwickeln.
Wird der Westie geschoren, ist das Haar abgeschnitten.
Die toten Haare bleiben in der Haut, neue Haare können sich nicht bilden.
Das von Natur aus harte, schützende und gleichmäßige Fell wird weich, fein und wellig.
Es geht auch der schützende Effekt vor Nässe,
Wind und anderen Umwelteinflüssen, verloren.
Der Westi ist sehr anfällig für Verfilzungen des Fells.

Normalerweise wird der Westi das erste Mal schon beim Züchter getrimmt, dann in regelmäßigen Abständen (alle 8-12 Wochen).
Trimmen hat nicht nur einen kosmetischen Sinn, es dient zur Gesunderhaltung des Hundes.

Nachteile des Scherens:

- abgestorbene Haare verursachen Hautkrankheiten
- verdichtete Unterwolle verhindert die Wärmeregulierung ( Hund schwitzt)
- vermehrte Filzbildung aufgrund der weichen Haare

Vorteile des Trimmens:

-fördert die Durchblutung der Haut und macht sie somit unanfälliger für Verletzungen (festere Haut)
-Hitze und Kälteregulierung ist gewährleistet ( keine abgestorbenen Haare)
-fast keine Verfilzungen (leichteres Bürsten)
-viele Haut und Haarprobleme können erst gar nicht entstehen
-der Westi haart nicht, wenn er regelmäßig getrimmt wird

Oft hören wir:

Trimmen ist schmerzhaft für den Hund
Dieses Ammenmärchen entspringt aus der Faulheit und Unkenntnis von manchen Hundefriseuren, die aus der Not eine Tugend machen.

Ein guter Hundefriseur wird Ihnen nicht empfehlen einen Westi zu scheren!

Dieser Text ist für den Westi geschieben, was aber größtenteils auch für andere Trimmrassen gültig ist. (Schnauzer, Foxterrier, Airedale, Welsh, Lakeland, Scottish, Norfolk, Norwitch, Rauhaardackel usw.)